Workshop „Kommunikation“ für Solidayan

Solidayan bemüht sich um eine öffentlichkeitswirksame Solidarität mit den gefangenen Studenten in der Türkei.

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Vor kurzem nahmen sie an einem von Camp Group gGmbH angeboten Workshop zu Kommunikation teil. Um eine größere öffentliche Aufmerksamkeit auf die Problematik zu schaffen, unterstützen wir sie dabei, ihre Ziele stärker und zielgerichtet nach außen zu kommunizieren. Wir finden die Arbeit von Solidayan außerordentlich wichtig und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit!

Ergebnisse der Fachtagung „Migration und der öffentliche Raum“

 

(Results in English are below)

Am 01. Juni lud Camp Group gGmbH Vertreter aus der Zivilgesellschaft, der Verwaltung und Politik zu einer Fachkonferenz ein, um sich über Best Practices im Bereich der Partizipationssteigerung von MigrantInnenauszutauschen. Im Vordergrund stand, sich miteinander auszutauschen und von den verschiedenen Erfahrungen der Teilnehmer zu lernen.

Insgesamt wurden vier verschiedene Workshops angeboten: Bewegung und Sport; Gemeinwesensarbeit im öffentlichen Raum; Umweltgerechtigkeit und nachhaltige Nachbarschaft; Transatlantic perspectives. Innerhalb der einzelnen Workshops wurden soziale Schwierigkeiten und neue Formen des inklusiven Zusammenlebens im öffentlichen Raum diskutiert.

Wir danken allen Teilnehmern für ihren Beitrag. Die Ergebnisse der Workshops können Sie hier nach lesen.

Workshops:

1. Bewegung und Sport

2. Gemeinwesenarbeit im öffentlichen Raum und ihre Wirkung in Kreuzberg

3. Environmental Justice (English)

4. Transatlantic perspectives (English)

 

1. Bewegung und Sport:

Roswitha Itong Ehrke – Seitenwechsel e.V.

Nicole Erfurth – CamP Group gGmbH

Wir beschäftigten uns mit der Frage „Welche Rahmenbedingungen benötigt es für die Teilhabe von Geflüchteten im Sport?“ und skizzierten Herausforderungen und Lösungsansätze. Größere Hürden stellen die Kontinuität des Angebots dar, die Zusammenarbeit von Unterkünften mit Vereinen, die Partizipation von Kindern über den Kiez hinaus, wobei ein entscheidender Faktor die Zustimmung der Eltern darstellt und vor allem die Qualifizierung eingesetzter Kräfte. Gesammelte Angebote sind: Best Practice Beispiele durch Seitenwechsel e.V., eine Qualifizierung für interkulturelle Kompetenzen des LSB, eine kostenlose Fachtagung des LSB, Netzwerktreffen durch Champions ohne Grenzen und RespAct Workshops für Willkommenskultur. Der Wunsch nach Klarheit und einer Übersicht des Angebots wurde deutlich, um wirklich passgenau zu qualifizieren. Um Eltern, Kinder und Jugendliche ins Boot zu holen, bieten sich Erklär-Videos, -Fotos, -Gespräche an, Aktionstage mit Eltern, Einladungen durch das Quartiersmanagement und das Projekt Outreach, dass Kinder und Jugendliche an Ort und Stelle abholt. So wird Vertrauen aufgebaut und ein sicherer Raum geschaffen. Dabei sind konkrete Ansprechpartner wichtig, die zusätzlich Transparenz schaffen und Kontakte zu Schulen knüpfen sollten. Eine mögliche Zusammenarbeit mit der Schule greift dieser Punkt auf und berücksichtigt zusätzlich den Faktor Zeit. Außerdem sollte „TrainerIn sein“ positiver besetzt und attraktiver gestaltet werden. Eine neue Zielgruppe sind Studenten im Feld Sport und Pädagogik, die neue Impulse setzen können.

Wie diese Ansätze anwendbar und in traditionelle Vereine übertragbar sind, gilt es zu klären.

Bitte schicken Sie uns daher Ihre Ideen & Angebote zu. Wir möchten Sie anschießend vernetzen.

 

2. Gemeinwesenarbeit im öffentlichen Raum und ihre Wirkung in Kreuzberg

Impact Hub Kreuzberg

Caroline Assad & Daniel Meehan – CamP Group gGmbH

In der Gruppe waren vor allem Personen, die mit der Arbeit in Kreuzberg vertraut sind. Dennoch war die Anwesenheit von den Personen, die außerhalb des Bereichs tätig sind, sehr bereichernd was die Denkprozesse angeht.

Im Folgenden werden die besprochenen Themen erläutert:

  1. Projektarbeit, die unter der Förderungsstruktur der Sozialen Stadt fallen, wurden von mehreren anwesenden Personen problematisiert. Die nötige Einbindung im Kiez und die Nachhaltigkeit, die für den Erfolg von Strategien und Vorhaben der Gemeinwesenarbeit notwendig sind, wird durch die in der Regel nur zweijährige Förderdauer sabotiert. Weiterhin werden Projekte, die einmal gefördert wurden in der Regel nicht noch einmal gefördert, sodass Personen sich in die Situation gedrängt fühlen, erfolgreiche Projekte entweder loszulassen oder auf einer Art zu formulieren, die nicht der Realität entspricht.
  2. Der Kampf gegen die Verdrängung und dafür, dass Menschen im Kiez bleiben dürfen, stellte für viele der Anwesenden den harten Kern der Gemeinwesenarbeit dar. Bewegungen der Aufwertung des Kiezes und die Etablierung von Strategien der Umweltgerechtigkeit beispielsweise könnten, wenn sie nicht sinnvoll und bewusst genug gestaltet werden, andere Bewegungen, die sich gegen die Mieterhöhung einsetzen, schaden.
  3. Besonders wurde betont, dass Themen wie Mieterhöhung und Aktivismus dagegen in bestimmten Förderstrukturen ein Tabu darstellen. Bestimmte Plakate, die eine klare Aussage gegen die Mieterhöhung beinhalten dürfen beispielsweise nicht auftreten. Die politische Positionierung von Vereinen ist daher sehr begrenzt und von vielen Personen wird sie als unerwünscht von den Förderstellen wahrgenommen.
  4. Dennoch wurde dem entgegengebracht, dass die kleinteilige Arbeit und die unpolitische Projektarbeit eine Tradition in der Gemeinwesenarbeit hat. Der Zweck davon wäre, dass alle Personengruppen davon profitieren dürfen. Das Gemeinwesen sollte niemanden ausschließen.
  5. Einig waren sich alle, dass der Transfer von unten nach oben viel besser funktionieren sollte. Vieles, was auf Quartiersebene geschieht, sollte ein Anliegen des Landes oder des Bundes sein.  Die Kommunikation der AkteurInnen im Kiez sollte in Richtung Bezirksamt und Senat besser funktionieren.
  6. Die Arbeitsweisen der unterschiedlichen QMs und der Verwaltung wurden betont. Dennoch ist eine gewisse Flexibilität der Verwaltungsstruktur und der Förderpläne wünschenswert. Die IHEK Pläne, die beispielsweise für zwei Jahre im Voraus definiert werden, wurden in dem Zusammenhang wegen Mangel an Flexibilität problematisiert.
  7. Die Kämpfe um Macht im öffentlichen Raum und die Macht, Probleme zu definieren und bestimmte Narrative zu generieren und zu kontrollieren, wurde von den Anwesenden als ein wichtiger und interessanter Aspekt ihrer Arbeit wahrgenommen.
  8. Die Macht der Einzelnen, Einfluss auf Strukturen einzunehmen, durch das Geld welches man ausgibt und durch die Konsumpraktiken von jeder einzelnen Person wurden schließlich als unerlässlich betrachtet.

 

 

3. Environmental Justice Working Group 

Jana Gottschalk  – Camp Group gGmbH

Teresa Wald – Starkmacher e.V.

This group discussed how to define environmental justice as it becomes an increasingly priority, and what can be done to promote Environmental Justice specifically with refugee populations. As a group we made the distinction between environmental education and environmental justice – with the latter referring to universal access to environmental resources and an unpolluted environment. Because environmental justice is considered a new concept, there are barriers to creating projects and implementing discussions on the topic. Some of the barriers to implementing programs surrounding this topic are the lack of awareness of the concept itself and the lack of materials and content available to implement. Moving forward, it was agreed upon that to start doing environmental justice work, a consensus needs to first be reached regarding what defines environmental justice and that it effects everyone and is a multi-institutional and multi-disciplinary topic with structural implications connecting to socio-economic factors. Concrete targets are to improve access to organizational structures for disadvantaged populations, to model sustainable living through real institutional and personal actions, and to offer education tools for awareness raising and experiential learning.

 

4. Transatlantic perspectives (English):

Students of the Washington University present

transatlantic approaches to migration and
integration in the public realm.

We discussed the general overview of U.S. refugee resettlement process and programs. Concerning issues related with the President’s Executive order were raised. The potential implications of the current U.S. immigration policy including cutting the number of refugees entering the U.S. to the minimum were also conversed. The differences between the American and German system of refugee resettlement process were clearly established in the fact that the target population reaching to the U.S. are already declared as refugees. Difference in provision of emergency care and social-welfare services were also noted.

To enhance refugee integration programs the following were identified as potential goals

  1. Framing integration programs at community level and collaboration to build relationship among refugee population and other stakeholders.
  2. Restructuring gender roles in refugee families through education and  economic development of women.
  3. Empowering youth and young adults in household decision making process and creating sense of responsibility for the community at large.
  4. Creating innovative opportunities for refugee families to provide financial support. Experiences from our visit  to Bantabaa and Cucula were mentioned as best practices that could be adopted to grander scale.

Fachtagung: Migration und der öffentliche Raum

Konferenz „Migration und der öffentliche Raum“

Am 01. Juni lud Camp Group gGmbH Vertreter aus der Zivilgesellschaft, der Verwaltung und Politik zu einer Fachkonferenz ein, um sich über Best Practices im Bereich der Partizipationssteigerung von MigrantInnenauszutauschen. Im Vordergrund stand, sich miteinander auszutauschen und von den verschiedenen Erfahrungen der Teilnehmer zu lernen.

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Prof. Dr. Heather Cameron, die Initiatorin und Geschäftsführerin von Camp Group gGmbH, lud alle an der Konferenz Beteiligten dazu ein, sich aktiv einzubringen, da gemeinsam interdisziplinäre und ganzheitliche Ansätze entwickelt werden können um Partizipation von Geflüchteten im öffentlichen Raum zu verstärken. Dazu bedarf es der Konzipierung von erfolgreichen Interventionen, Wissenstransfer zwischen Disziplinen und Institutionen, und die Ausweitung von sozialer Wirkung auf andere Sozialräumen.

Sharehouse Refugio und Transform e.V. bereicherten die Konferenz mit ihren Erfahrungen und Wissen über existierende Initiativen und boten damit einen ideenreichen Impuls für die folgenden Best Practices Session.

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Insgesamt wurden vier verschiedene Workshops angeboten: Bewegung und Sport; Gemeinwesensarbeit im öffentlichen Raum; Umweltgerechtigkeit und nachhaltige Nachbarschaft; Transatlantic perspectives. Innerhalb der einzelnen Workshops wurden soziale Schwierigkeiten und neue Formen des inklusiven Zusammenlebens im öffentlichen Raum diskutiert. Die Ergebnisse werden in Kürze von uns veröffentlicht.

Anschließend gab Dr. Gabriele Schlimper, die Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverband, Berlin, einen vielseitigen Vortrag über interkulturelle Arbeit und Migrationssozialarbeit. Dabei verwies sie auf die geschichtliche Entwicklung und derzeitige Initiativen in Berlin.

Die Konferenz bot den Rahmen, in dem sich Akteure verschiedener Institutionen und Disziplinen austauschen konnten. Wir glauben, dass nur so ein ganzheitlicher Ansatz für mehr Partizipation von Geflüchteten geschaffen werden kann. Zusätzlich ist es für uns wesentlich, dass die erarbeiteten Ergebnisse öffentlich zugänglich gemacht werden um über die Konferenz hinaus wirken zu können. Ganz in diesem Sinne stand auch der Vortrag von Aaron Defort vom Netzwerk Chancen. Er verwies auf die Notwendigkeit sowohl miteinander zuarbeiten, als auch gemeinsam den öffentlichen Diskurs anzustoßen.

Wir danken allen TeilnehmerInnen für Ihre Beiträge und freuen uns auf zukünftigen Austausch um soziale Wirkung gemeinsam zu verstärken.

 

Workshop-Reihe zur praxisorientierten Projektarbeit

In einer fünfteiligen Workshop-Reihe erarbeiten wir anhand von konkreten Beispielen und interaktiven Modulen Methoden und Strategien zu praxisorientierter Projektentwicklung mit Studenten der ASH. Die Workshop-Reihe gibt Antworten auf die Frage, wie soziale Projekte zielgruppenorientiert, effizient und nachhaltig gestaltet werden können.Zu den essentiellen Bestandteilen zählen die Grundlagen der Wirkungsorientierung und des Projektmanagements. Desweiteren sind die Aspekte Kommunikation, Projektfinanzierung sowie Wirkungsmessung in der pädagogischen und sozialen Arbeit wichtige Schwerpunkte denen wir uns widmen werden

Unser Ziel ist es, dass TeilnehmerInnen nach Absolvierung der Workshop-Reihe sich bestärkt darin fühlen, ihre Ideenfindung mit fundierter Projektplanung und -umsetzung zu unterbetten und soziale Projekte erfolgreich gestalten und durchführen zu können.

Folgende Workshops werden im Mai bis Juni an der ASH von uns angeboten:

1. Einheit: Soziale Projekte und Wirkungsorientierung
2. Einheit: Projektmanagement und Förderanträge schreiben
3. Einheit: Projektfinanzierung – Strategisches Fundraising und Online-Fundraising
4. Einheit: Kommunikation – Kampagnenplanung, Storytelling, Pitching & Advocacy
5. Einheit: Soziale Wirkungsmessung

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Oliver Böck: oliver[at]camp-group.org

Summer Institute

Seit dem 22.Mai veranstaltet Camp Group gGmbH ein „Summer Institute“ in Kooperation mit der hoch renommierten Washington University in St. Louis hier in Berlin. Initiatorin und Hauptverantwortliche für dieses Projekt ist Prof. Dr. Heather Cameron.

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Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Flüchtlingsthematik, dem Gesundheitswesen in Deutschland und dem Entwickeln von interdisziplinären Problemlösungsansätzen.

An dem Programm nehmen 18 Masterstudenten der WashU teil. Sie setzten sich bereits im Vorfeld innerhalb ihres Studium der Sozialen Arbeit mit der Thematik auseinander, und vertiefen hier in Berlin ihr Wissen über das Gesundheitswesen in Bezug auf Geflüchtete in Deutschland und verschiedene Initiativen in der Praxis.

Das Programm bietet eine Plattform für Impulse und Diskussion von und mit Entscheidungsträgern. Zum Abschluss des Summer Institutes wird am 01.Juni eine Fachtagung stattfinden: „Migration und der öffentliche Raum: Best Practices aus zivilgesellschaftlichen Organisationen“

In der letzten Woche trafen die Stduenten gemeinsam mit Prof. Dr. Heather Cameron Vertreter verschiedener Institutionen und Initativen, z.B.:

Seitenwechsel e.V.

Bantabaa Food Dealer

Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten

Weitblick e.V.

Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg

Gesundheitsamt Friedrichshain Kreuzberg

 

Im Folgenden können Sie ein paar Eindrücke der vergangenen Woche finden:

Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg

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Gesundheitsamt Friedrichshain Kreuzberg

Kreuzberg Friedrichshain Health Authority

Banatanbaa

Bantabaa e.V. setzt sich für eine ganzheitliche Unterstützung und Integration von Geflüchteten ein. Bantabaa Fooddealer unterstützt den Verein finanziell und stellt Teilnehmer des Projektes an.

Bantabaa

Einladung zu unserer Fachtagung „Migration und der öffentliche Raum: Best Practices aus zivilgesellschaftlichen Organisationen“

Wir laden VertreterInnen aus Politik und Zivilgesellschaft zu unserer Fachtagung „Migration und der öffentliche Raum: Best Practices aus zivilgesellschaftlichen Organisationen“ am 01. Juni 2017 in Berlin ein.

Gemeinsam wollen wir uns zu Strategien und Erfahrungen in den folgenden Bereichen austauschen:

(I) Gemeinwesenarbeit im öffentlichen Raum

(II) Bewegung und Sport

(III) Umweltgerechtigkeit und nachhaltige Nachbarschaften.

Der Fokus ist die Berliner Zivilgesellschaft. Darüber hinaus laden wir VertreterInnen aus Politik und Verwaltung ein und wagen eine vergleichende Perspektive mit Ansätzen aus den USA.

Neben einführenden Impulsvorträgen bearbeiten wir in Best Practice-Sessions spezifische Fragestellungen zur Vorbereitung von Policy Papers für die Veröffentlichung.

Zu den ReferentInnen gehören u. a.:

Prof. Dr. Heather Cameron, Washington University St. Louis, Professor of Practice in Social Entrepreneurship Brown School of Social Work

Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin Paritätischer Wohlfahrtsverband

Dr. Ahmed Badawi, Freie Universität Berlin, Politik des Vorderen Orients

Cansel Kiziltepe, SPD Berlin Friedrichshain-Kreuzberg (angefragt)

Natalya Nepomnyashcha, CEO Netzwerk Chancen

 

Hier können Sie das vollständige Programm der Fachtagung finden:  Programm Fachtagung Migration und der öffentliche Raum

Wir freuen uns, Sie am Donnerstag, den 01.06.2017 von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr zu begrüßen und bitten um eine Teilnahmebestätigung bis 18.05.2017 unter Angabe Ihrer Organisation an Josefine Wüst via josie@camp-group.org. Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Programm Fachtagung Migration und der öffentliche Raum

Auftakt eines neuen gemeinnützigen Beratungskonzepts: Nachhaltigkeit und Wirkungssteigerung im gemeinnützigen Sektor in Kreuzberg

Gebietsrelevante gemeinnützige Einrichtungen die sich in ihren Tätigkeiten für die Bekämpfung von wirtschaftlichen und sozialen Problemen im Quartiersmanagementgebiets Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße einsetzten, sehen sich vor der Herausforderung sich finanziell aufrechtzuerhalten. Einrichtungen, die hervorragende und relevante Projekte in der Nachbarschaft umsetzten, fehlt es häufig an Schlüsselkompetenzen um sich fortwährende Finanzierung zu sichern. Kenntnisse und Kompetenzen in der Beschaffung von Geld- und Sachmitteln müssen daher dringend ausgebaut werden um. Die Einrichtungen wünschen sich Kompetenzerweiterung in der Optimierung von Finanzierungsstrategien und -praktiken beispielsweise im Bereich von Stiftungen und Fundraising.

Camp Group setzt sich an dieser Stelle aktiv für die Nachhaltigkeit des gemeinnützigen Sektors in Kreuzberg ein. Mit dem Beratungsprojekt „Fundraising Qualifizierung“ wenden wir unsere Expertise in Organisations-und Projektmanagement an und beraten 13 gemeinnützige Organisationen vor Ort.

Ziel ist es die teilnehmenden Einrichtungen dazu zu befähigen sich den Herausforderungen der nachhaltigen Strukturierung und Finanzierung ihrer Organisationen in der stetig wandelnden Förderer- und Fundraisinglandschaft zu stellen. Diese Einrichtungen leisten durch ihre Aktivtäten einen wertvollen und unentbehrlichen Beitrag für die Gemeinschaft in Kreuzberg. Um diesen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag aufrechtzuerhalten setzten wir uns in den nächsten zwei Jahren zusammen und erarbeiten gemeinsam relevante Kompetenzen und Strategien, die die Stärkung und Stabilisierung der Selbstorganisation und Nachhaltigkeit betreffen. Neben Finanzierungsstrategien sind die Kernelemente des Projektes nachhaltige Projektdurchführung und Wirkungsorientierung.

Innerhalb der Auftaktveranstaltung Anfang April wurden erste individuelle Bedarfsanalysen erstellt, und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit sich durch Vorträge von betterplace.org und Youvo über deren Angebote zu informieren und in Kontakt miteinander zu treten. Der Start in das Projekt war ein voller Erfolg. Die Einrichtungen und wir sind motiviert sich den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und Wirkungssteigerung zu stellen und freuen uns auf die ergiebige Zusammenarbeit.

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Im Sommer wird ein Halbzeittreffen stattfinden, welches die Möglichkeit gibt bisherige Prozesse zu reflektieren und darüber hinaus werden Vertreter von Stiftungen anwesend sein die über Prioritäten und Kriterien bei Förderungen berichten.

Wir danken dem Quartiersmanagements Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße, das dieses wesentliche Projekt unterstützt und ermöglicht.

Für mehr Informationen über das Projekt und Unterstützung bei der Nachhaltigkeitssicherung gemeinnützigen Organisationen setzen Sie sich in Verbindung mit Camp Group:

daniel@camp-group.org.

Innovative Bildungskonzepte und Diversität

Potenziale nutzen, Herausforderungen annehmen. Gemeinsam mit SchülerInnen, LehrerInnen, ElternvertreterInnen und BildungsexpertInnen gestalten wir Schule neu!

Auf der Fachtagung in Kooperation mit der Jens-Nydahl-Grundschule wurde der bereits im Vorfeld in mehreren Seminaren erarbeitete Handlungsplan zur Nutzung der Potenziale der Schule vertieft. Im Zentrum der Fachtagung stand die Idee, die Vorteile von Diversität erfolgreich zu nutzen, Kommunikationsstrategien auszubauen und neue, innovative Bildungskonzepte umzusetzen.
Gleichzeitig wurden Forschungsergebnisse von geladenen ExpertInnen aus dem Bildungsbereich präsentiert und Erfahrungen aus der schulischen Praxis kommuniziert.

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Neben Möglichkeiten zum Ausbau der Öffentlichkeits- und Elternarbeit sowie Schulhospitationen gab es interessante Vorträge zum Thema Globales Lernen – ein Konzept, dessen Unterrichtsinhalte auf Projektarbeit, Empathieempfinden und Interkulturalität liegen und das in Zukunft verstärkt in Schulen wie der Jens-Nydahl-Grundschule miteinbezogen wird.

Umgang mit Schulklientel 4   Öffentlichkeitsarbeit_Sabrina Harster

Unser Ziel ist es, mit unserer Arbeit gleichzeitig auch einen optimistischen Weckruf an andere Schulen senden, um die Vorteile von Diversität zu nutzen und Barrieren zu überwinden.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die konstruktiven und anregenden Beiträge!

Technische Innovation für Willkommensklassen beim Google Launchpad 2016

„Es ist sehr interessant, die Entwicklung des RespAct-Teams zu sehen. Sie haben eine Menge Methoden gelernt, die in der Welt der Technik- und Start-up-Unternehmen gebräuchlich sind, nicht aber von NGOs im Bildungsbereich angewandt werden“, erläutert UX-Mentor Ben.

Tatsächlich war das Google Launchpad 2016 für uns eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Auf dem Weg zur Entwicklung eines effizienten und bedienungsfreundlichen Tools für LehrerInnen und SchülerInnen in Willkommensklassen braucht es ohne Zweifel sozialen Innovationsgeist und technisches Know-how. Letzteres wurde in der vergangenen Woche durch den wertvollen Input erfahrener ProduktentwicklerInnen und Web-ExpertInnen vermittelt.

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Das CamP Group-Team auf dem Google Launchpad 2016 (Fotos: CamP Group)

Gemeinsam mit anderen sozial orientierten Unternehmen als PartnerInnen möchten wir in Zukunft weiterhin auf innovative Methoden und technologische Unterstützung beim Vermitteln von Bildungsinhalten setzen. Nach dem Gewinn der Google Impact Challenge für die Entwicklung eines Tools, das Kindern in Willkommensklassen das Erlernen der deutschen Sprache mit spielerischen und sportlichen Mitteln erleichtern soll, ist die technische Konzeption und Gestaltung die nächste Stufe.

Um bei der Entwicklung des Lerntools auf die Bedürfnisse der LehrerInnen und SchülerInnen bestmöglich eingehen zu können, wurden zahlreiche Interviews geführt.

Was sind die Herausforderungen und Schwierigkeiten beim Unterrichten in Willkommensklassen und welche Tools können dabei behilflich sein? Wie kann man den Lernprozess bestmöglich gestalten und welche Rolle können Sport und Spiele dabei einnehmen?
Diese und weitere Fragen werden in den kommenden Wochen und Monaten im Mittelpunkt stehen, wenn es darum geht, mit einem neuen innovativen Lerntool den Kindern und Jugendlichen in Willkommensklassen Zukunftsperspektiven und einen gelungenen Start in Deutschland zu ermöglichen.